Warum Gebläseatemschutz so gefragt ist und wie Kosten damit reduziert werden
Worum geht es?
Durch gesetzliche Anforderungen und Fit-Tests setzen immer mehr Unternehmen auf belüfteten Atemschutz statt auf Einweg-Atemmasken.
In diesem Video diskutieren Albrecht Geismann von 3M und Lars Römer von der Seyffer GmbH die Vorteile des belüfteten Atemschutzes als persönliche Schutzausrüstung (PSA). Durch gesetzliche Anforderungen und Fit-Tests setzen immer mehr Unternehmen auf belüfteten Atemschutz statt auf Einweg-Atemmasken. Es werden die M-Serie der Helme, Druckluft- und Gebläselösungen sowie Leichthauben vorgestellt. Zudem werden die Kosten analysiert und die Vorteile für Firmen und Mitarbeiter hervorgehoben.
Warum Gebläseatemschutz? – Die wichtigsten Vorteile im Überblick
Immer mehr Unternehmen entscheiden sich für Gebläseatemschutzsysteme als Alternative zu herkömmlichen filtrierenden Atemschutzmasken. Der Grund? Gebläseatemschutz bietet gleich mehrere entscheidende Vorteile:
1. Komfort und einfache Anwendung
Gebläseatemschutzsysteme bestehen aus leichten, modularen Kopfteilen, die bequem aufliegen und unabhängig von der Gesichtsform oder einem Bart sicher funktionieren. Anders als bei filtrierenden Atemschutzmasken entfällt der Dichtsitz – ideal für Bart- und Brillenträger.
2. Keine Fit-Tests notwendig
Während klassische Atemschutzmasken regelmäßig einen Fit-Test erfordern, ist der Gebläseatemschutz von dieser Pflicht befreit. Dies spart Unternehmen Zeit und Geld und reduziert den administrativen Aufwand erheblich.
3. Lange Tragezeiten ohne Einschränkung
Mit einem Gebläseatemschutz können Mitarbeiter bis zu acht Stunden am Stück arbeiten – ganz ohne Tragezeitbegrenzung. Im Vergleich dazu müssen bei filtrierenden Atemschutzmasken regelmäßig Pausen eingelegt werden, was die Produktivität deutlich reduziert.
4. Höhere Sicherheit und Schutz
Durch den kontinuierlichen Luftstrom wird ein Überdruck erzeugt, der das Eindringen von Partikeln zuverlässig verhindert. Selbst bei anspruchsvollen Arbeiten, wie in Schweißprozessen, Metallbearbeitung oder Schleifarbeiten, bietet der Gebläseatemschutz optimalen Schutz.
5. Kosteneffizienz und Nachhaltigkeit
Auch aus wirtschaftlicher Sicht lohnt sich die Investition in Gebläseatemschutz. Während Einweg-Partikelmasken täglich ersetzt werden müssen, halten Gebläsesysteme bei richtiger Wartung 5 bis 10 Jahre. Die langfristigen Kosten sinken erheblich und die Umwelt wird durch weniger Müll entlastet.
Für welche Bereiche ist Gebläseatemschutz ideal?
Egal ob in der Metallbearbeitung, bei Schleifarbeiten, im Schweißbereich oder in der Pharmaindustrie – Gebläseatemschutzsysteme bieten flexible, modulare Lösungen für unterschiedlichste Anforderungen.
Warum sich der Umstieg auf Gebläseatemschutz lohnt
Gebläseatemschutz bietet nicht nur höhere Sicherheit, sondern überzeugt auch durch Tragekomfort, Kosteneffizienz und eine deutlich längere Lebensdauer. Für Unternehmen bedeutet das: zufriedenere Mitarbeiter, geringerer Aufwand und langfristige Einsparungen.
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Transkript / Inhalt des Videos
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Michael, vielen Dank für die gelungene Überleitung. Ich übernehme dann an der Stelle mit meinem Part, nämlich dem passenden Arbeitsschutz und warum Gebläseatemschutz aktuell so gefragt ist. Dafür habe ich mir von unserem Partner der Firma 3M, den Albrecht Geismann, eingeladen. Albrecht, du bist seit vielen Jahren Trainer für PSA bei 3M und wirst uns heute so ein bisschen aus der Hersteller-Sicht Einblicke geben.
Ja, das will ich gerne tun. Hallo zusammen, Albrecht Geismann mein Name. Ich betreibe das Safety Center in Neuss und dort trainiere ich vor allen Dingen den Handel auf Arbeitsschutz, aber auch natürlich auch viele, viele Endkunden sind dabei und das ist eigentlich meine Kernaufgabe und ich versuche das immer so unterhaltsam wie möglich zu machen und herzlichen Dank, dass ich da sein darf, Lars. Du hast ja vorhin gesagt, als Entertainer.
Ja, Entertainer, das höre ich am liebsten. Tatsächlich, das ist eine gute Bezeichnung für meinen Job. Dann hoffe ich, dass die Regie das nachher so bei dir einblendet. Aber zu unserem Thema, warum ist Gebläseatemschutz gerade so gefragt?
Ich bekomme das direkt beim Endkunden mit, dass ganz viele Mittelständler, aber auch im Konzernumfeld weggehen von filtrierendem Atemschutz, also der klassischen Partikelmaske hin zum Gebläseatemschutz. Da ist er. Aus den verschiedensten Gründen, magst du uns Albrecht die mal so ein bisschen aufzeigen? Also warum gehen gerade so viele Kunden weg vom klassischen Atemschutz, von filtrierendem Atemschutz weg hin zu Gebläsesystemen?
Ja, tatsächlich erlebe ich genau dieselbe große Nachfrage nach diesen Gebläsesystemen, dieses Ungebrochen. Das ist einfach eine Lösung für Bartträger oder auch für Brillenträger. Beides tritt bei uns heute zu. Ich habe auch nicht den Weg zum Rasierapparat gefunden heute Morgen vor der Herfahrt.
Genauso bei dir. Auch da kriegen wir dichtsitzenden Atemschutz gar nicht festgestallt im Gesicht und können als Hersteller die Gewährleistung dafür übernehmen, dass da auch tatsächlich ein dichtschließender Atemschutz- filtrieren stattfindet. Vielmehr ist die Gefahr gegeben, dass durch die Bartstoppeln im Grunde genommen hier eine Undichtigkeit entsteht und deshalb ist dann dichtschließender Atemschutz halt gar nicht mehr so angesagt. Brillenträger, auch die haben bei einer Vollmaske oftmals ein Problem, wobei es da natürlich immer individuelle Lösungen gibt, nur tatsächlich gibt es eine zusätzliche Anforderung.
Die neue Deguf 112 190, da gibt es eine Fit-Test-Anforderung drin und da steht halt, ich darf mal zitieren hier von meiner Karte, die Passform muss von einer qualifizierten Person vor Antritt der Arbeit mittels eines geeigneten Verfahrens geprüft werden. Und das können viele Handwerksbetriebe und mittelständische Unternehmen oder auch Großunternehmen nur schwierig gewährleisten und deshalb haben wir halt diese Flucht nach vorne, die Leute sagen komm, dass ich meine Leute Lose aufliegen rings um den Bad herum. Die haben den großen Vorteil, die liegen lose an und egal ob Bad oder rasierte Oberfläche, da bläst oder strömt die Luft raus. Das heißt, ein Überangebot an Luft, was wir dem Mitarbeiter zur Verfügung stehlen, das wird dann hier entlang der Dichtlinie rausgepustet und sorgt so für eine Dichtigkeit.
Eine Fehlanwendung ist überhaupt nicht möglich. Man kann im Grunde genommen ein offenes Kopfteil gar nicht falsch aufsetzen, denn das verbietet sozusagen schon das System. Wirklich idiotensicher, zusätzlich noch extrem komfortabel. Dadurch, dass ich halt so schön die Luft gereicht bekomme, brauche ich nicht mehr gegen die Filter anatmen und ich habe halt dann auch noch mehr Reserve, um tatsächlich ein bisschen mehr zu arbeiten und produktiver zu sein.
Es ist jetzt noch nicht explizit gesagt worden, aber Gebläseatemschutz ist tatsächlich vom Fit-Testing komplett freigestellt. Ist das richtig? Das gilt für alle offenen Kopfteile, wie wir sie jetzt hier haben. Wenn wir uns das hier mal angucken, das ist eine Leichthaube.
Du hast das kleinste unserer M- Kopfteile mitgebracht. Ich schalte das jetzt hier einfach mal ein, damit man mal sieht, wie die Funktionsweise ist. Ihr seht, das Gebläse, das beginnt jetzt seinen Dienst und der jetzt dann hier an der Seite entweichen würde, dort wo eine lose Dichtlinie im Grunde genommen den Luftstrom kanalisiert entlang der Haube.