Schleifen

Revolution der Roboterprogrammierung durch No-Code-Technologie: Wandelbots Interview

12. November 2024Seyffer GmbHInterview

Worum geht es?

Im Video-Interview mit Wandelbots: Erfahren Sie, wie No-Code-Technologie die Roboterprogrammierung vereinfacht und den Schleifprozess automatisiert.

In diesem Video erklärt Michael Vokt, Schleifmittel-Experte bei Seyffer GmbH, wie Roboterprogrammierung und No-Code-Technologie zusammenarbeiten, um den Schleifprozess zu optimieren und für Unternehmen jeder Größe zugänglich zu machen. Gemeinsam mit Wandelbots wird im Interview kurz veranschaulicht, wie durch einfache Bedienbarkeit und innovative Technologien die Automatisierung in der Werkstatt einfach umsetzbar wird.

Video-Interview zur No-Code-Technologie & Roboterprogrammierung

Roboterprogrammierung mit No-Code-Technologie

Wandelbots revolutioniert die Roboterprogrammierung mit No-Code-Technologie, die es ermöglicht, Schleifprozesse ohne tiefgehende Programmierkenntnisse zu automatisieren. Die Bedienung wird so einfach wie eine App auf einem Tablet – Schritt für Schritt führt die App den Anwender durch den gesamten Prozess.

Automatisierung für den Mittelstand

Kleine und mittelständische Unternehmen haben oft mit wechselnden Teilen und kleinen Losgrößen zu kämpfen. Die Lösung: No-Code-Technologie, die es auch weniger erfahrenen Anwendern ermöglicht, Roboterprogrammierung schnell und effizient in ihre Fertigung zu integrieren.

Vorteile der No-Code-Technologie für die Schleifprozess-Optimierung

Wandelbots ermöglicht es, die Roboterprogrammierung direkt aus der Punktwolke, die von 3D-Kameras erzeugt wird, zu planen. Dadurch wird der Schleifprozess automatisiert und präziser – ohne dass der Anwender tief in die Technik eingreifen muss.

Die Zukunft der Automatisierung – Ein Betriebssystem für Roboter

Im November 2024 wird ein Betriebssystem für Roboter vorgestellt, das es Unternehmen ermöglicht, ihre Automatisierungslösungen schnell zu integrieren. Mit einer benutzerfreundlichen Oberfläche und einfachen Schnittstellen können auch komplexe Roboterprozesse unkompliziert umgesetzt werden.

Warum Roboterprogrammierung mit No-Code-Technologie die Industrie verändert

Durch den Einsatz von No-Code-Technologie und der innovativen Roboterprogrammierung von Wandelbots wird die Schleifprozess-Optimierung zugänglicher und effizienter. Unternehmen können ihre Produktionsprozesse automatisieren und gleichzeitig von einer einfach zu bedienenden Lösung profitieren.

Jetzt das Video ansehen und erfahren, wie No-Code-Technologie und Roboterprogrammierung die Zukunft der Schleifprozesse gestalten!

Transkript / Inhalt des Videos

Vollständiges Transkript anzeigen

Hallo, mein Name ist Michael Voigt. Ich bin Schleifmittelexperte und Prozessoptimierer bei der Seyffer GmbH. Wir sprechen heute mit Wandelbots, um die Möglichkeiten darzustellen der Automatisierung in der Schleifprozessoptimierung. Wir als Schleifmittelexperten sind immer gespannt und freuen uns, wenn wir Hochleistungsschleifmittel mit Robotics kombinieren können, um noch mehr Effizienz und noch mehr Präzision in den Prozess zu bekommen.

Wenn ich die Möglichkeit sehe, in einem bestimmten Bereich zu automatisieren, dann wird es interessant, die Prozessoptimierung auf die nächste Stufe zu stellen. Lass uns doch aber direkt anfangen. Wandelbots revolutioniert die Roboterprogrammierung. Wie kann denn speziell bei einem Schleifprozess mit euren Lösungen optimiert werden?

Ja, also um das gut zu verstehen, muss ich ein bisschen weiter ausführen. Bei Schleifprozessen haben wir sehr häufig mit Betrieben im Mittelstand zu tun, die sehr stark wechselnde Teile haben, sehr kleine Losgrößen. Und das steht ihnen gerade im Wesentlichen im Weg, mit der Automatisierung zu starten. Das heißt, um das Ganze in den Mittelstand zu kriegen, muss das so einfach zu bedienen sein für den Anwender in der Werkhalle, ohne wochenlange Ausbildung und ohne, dass man ständig Experten rufen muss, dass sie das wirklich selber hinkriegen.

Und genau da setzen wir quasi an. Da setzen wir auch Cobots so ein bisschen an, indem sie versuchen, das möglichst einfach bedienbar zu machen. Aber neben anderen Aspekten, die bei Cobots nicht so richtig funktionieren, ist es bei Schleifen auch wirklich das Problem, dass wenn du über mehrere Stunden jeden Tag Kraft aufs Werkstück anwendest, das den Cobot-Gelenken nicht sehr gut tut. Wenn man wirklich lange was von seinem Roboter haben möchte beim Schleifen, führt eigentlich kein Weg an einem Industrieroboter vorbei.

Das heißt, wir müssen eigentlich Industrieroboter, die deutlich schwerer zu bedienen sind, so einfach bedienbar machen für den Mittelstand, dass sie das für ihre Schleifprozesse auch einsetzen können. Und da haben in den letzten Jahren wirklich vor allem zwei Tools einen großen Sprung gemacht. Das eine sind 3D-Kameras, wie sie hier vorne zu sehen sind, die mittlerweile für einen bezahlbaren Preis Werkstücke auf einen Millimeter genau verorten können. Und das andere sind dann Werkzeuge, Schleifwerkzeuge vorne am Roboter dran, die so den letzten Millimeter genauigkeit dann auch noch ausgleichen können.

Da gibt es dann so verschiedene Kategorien und die können dann je nach Genauigkeitsanforderungen den letzten Millimeter auch noch ausgleichen. Und wir kommen jetzt quasi ins Spiel und bringen noch eine einfache Bedienoberfläche für den Nutzer mit. Das heißt, wie so eine App auf dem Tablet wird man Schritt für Schritt durch die App geführt, sieht genau nur die Einstellungsmöglichkeiten, die für den Prozess notwendig sind und verliert sich nicht in komplizierten Untermenüs. Und ganz wichtig, wir können dann vollautomatisch aus der Punktfolge, die die Kamera generiert, einen Pfad planen, einen Schleifpfad.

Das heißt, der Endanwender muss nicht selber den Pfad teachen, sondern muss im Grunde nur den Scan starten und dann die Prozessparameter einstellen und dann wird automatisch der Pfad generiert. Das bringen wir sozusagen von Wandelbots Seite mit, sodass am Ende ein Schleifintegrator wie SHL zum Beispiel eine fertige Gesamtlösung bauen kann, die so einfach zu bedienen ist, dass das der Endanwender selber hinkriegt. In dem Beispiel sehen wir jetzt trotzdem hier ein Cobot stehen. Das hat einfach den Grund, dass wir hier für die Demo-Zwecke jetzt einfacher mit dem Cobot arbeiten können.

Aber das ganze System funktioniert noch viel besser sogar auf einem Industrieroboter. Und das ist, glaube ich, wirklich der Gamechanger. Also einfache Bedienbarkeit für den Mittelstand, fürs Schleifen speziell mit einem Industrieroboter umzusetzen. Ja, nun gibt es ja tatsächlich auch viele Unternehmen, die nach wie vor noch aufs manuelle Schleifen angewiesen sind.

Wie können denn diese Unternehmen genau profitieren, wenn sie ihren Prozess automatisieren? Also die Top 3, die wir quasi immer hören, sind das erste Fachkräftemangel. Man findet einfach keine Leute mehr, die diesen sehr harten und anstrengenden und gesundheitsgefährdenden Job den ganzen Tag lang machen wollen. Und da kann ich nur jedes Unternehmen appellieren, jetzt zügig.

Und dann hilft natürlich so relativ moderne Technologie mit Roboter, Kamera und Tool und Tablet sehr, auch junge Leute wieder ranzuziehen. Also das Interesse ist dann sehr geweckt, auch jüngere Leute wieder ins Unternehmen zu holen. Das ist Punkt 1. Punkt 2 ist die Qualität.

Mit einem Roboter, der einmal gelernt hat, wie er einen Teil bearbeiten kann und muss, der macht das genauso, bis er irgendwann in 10, 20 Jahren mal kaputt geht. Da hat man keine Qualitätsschwankungen drin. Und der dritte Punkt ist halt Arbeitszeit.