Kleben

Kleben mit Epoxidharzen: Vielseitige Lösungen im Praxistest

21. Juni 2021Seyffer GmbHProduktvorstellung

Worum geht es?

Video-Tutorial: Kleben mit verschiedenen Epoxidharzen - von Experten der Branche praxisnah vorgestellt. Direkt zum Video bei seyffer.tv ▶️

Verbindungen, die gefühlt ewig halten: Dieses Video stellt verschiedene Epoxidharz-Klebstoffe vor, präsentiert von Experten, die den Einsatz direkt in exemplarischen Anwendung zeigen. Ob Metall, Kunststoff oder Verbundwerkstoffe – erfahren Sie, wie Epoxidharze in Industrie, Handwerk und Baugewerbe zuverlässige, hochfeste Klebelösungen bieten. Praxisnah, kompetent, direkt aus der Werkstatt.

Vorteile von Epoxidharz-Klebstoffen

Epoxidharze machen Kleben zum Kraftakt. Sie schaffen extrem belastbare Verbindungen, die selbst in der Metallbearbeitung Scherkräfte und Vibrationen standhalten. Mit Aushärtezeiten von Minuten bis Stunden – je nach Formel – passen sie sich flexibel an schnelle Reparaturen oder komplexe Fertigungsprozesse an. Sie haften auf nahezu allen Oberflächen, von Stahl über Glasfaser bis Keramik, und widerstehen Temperaturen bis 200°C sowie Chemikalien. Das spart Nacharbeiten, reduziert Kosten und steigert die Produktivität durch langlebige Ergebnisse.

Besonderheiten der Epoxidharz-Technologie

Die Stärke der Epoxidharz-Klebstoffe liegt in ihrer Vielseitigkeit. Einkomponenten-Systeme härten durch Wärme oder Feuchtigkeit aus, ideal für einfache Anwendungen wie Reparaturen. Zweikomponenten-Epoxide bieten maximale Festigkeit für strukturelle Verklebungen im Maschinenbau oder Bauwesen. Ihre Formeln sind anpassbar – von flexibel für Kunststoffe bis zäh für Metall – und widerstehen UV-Strahlen, Feuchtigkeit und aggressiven Chemikalien. Die einfache Mischung und präzise Dosierung machen sie anwenderfreundlich, während ihre hohe Spaltfüllfähigkeit unebene Oberflächen überbrückt.

Sehen Sie im Video, wie Sie Epoxidharz-Klebstoffe für starke, vielseitige Verbindungen einsetzen.

Transkript / Inhalt des Videos

Vollständiges Transkript anzeigen

Herzlich Willkommen bei Seyffer TV. Heute zum Thema Epoxidharz-Klebstoffe von der Firma Henkel. Mit im Boot der Daniel Schemel der Firma Henkel. Hallo Daniel.

Hallo, sehr willkommen. Mein Name ist Dirk Lorenz, bin seit zehn Jahren in der Anwendungstechnik und wir werden Ihnen heute was über Epoxidharz-Klebstoffe vorstellen. Manuel Daniel, ich übergebe an dich. Vielen Dank.

Ja, wir sind heute da, wir wollen heute ein bisschen über Epoxidharz reden. Einige kennen sie noch, bei uns hießen sie früher Dehysolprodukte. Jetzt erkennt man sie daran, dass sie meistens LOCTITE EA zum Beispiel heißen, also für Epoxy Adhesive. Wir wollen heute einfach mal ein bisschen was Grundlegendes, ein bisschen zur Technologie erzählen und einfach mal zwei, drei Produkte vorstellen.

Zur Technologie in den Epoxidharz, das reagiert über das Polyadditionsprinzip. Das heißt, ich habe eine Komponente A, eine Komponente B, die mit einem ausgeglichenen Mischungsverhältnis, was der Hersteller vorgibt. Angaben dazu finden Sie eigentlich immer entweder auf Ihrem Gebinde oder im technischen Datenblatt. Die gängigsten Varianten sind quasi 1 zu 1, 1 zu 2 oder 4 zu 1 oder 10 zu 1.

Das sind so die gängigsten Mischungsverhältnisse und die werden dann zusammengefügt, vermengt und härten dann anschließend einfach über die Polyaddition aus und werden zum festen Kunststoff, und zwar zum Duroplasten bzw. Duro-Mehr. Also es sind quasi für hochfeste Verbindungen geeignet. Wir kennen ja die Duroplastenstoffe in den Anaerobenprodukten quasi und ähnlich ist es bei den Epoxidharzen auch, bloß es sind halt zwei Komponenten.

Das heißt, sie härten aus zum Kunststoff. Die Frage, wo unterscheiden sich die Epoxidharze zu anderen Klebstofffamilien wie Aquilate zum Beispiel. Was haben wir hier für Temperaturen, Festigkeiten, in welche Richtung gehen die Epoxidharze? Also die Epoxidharze sind gerade von der Temperaturbeständigkeit etwas besser wie die rein Aquilate.

Wir haben zum Beispiel auch Epoxidharze, die bis zu 180 Grad temperaturbeständig sind. Da habe ich extra heute auch eins mitgebracht und zwar unser LOCTITE EA9492. Das ist sogar temperaturbeständig bis 180 Grad. Das ist schon eine ganze Menge.

Wir haben auch eine sehr gute Beständigkeit gegenüber Chemikalien oder anderen Umgebungseinflüssen wie zum Beispiel Feuchtigkeit oder UV-Strahlung, wo die einfach sehr gut für geeignet sind. Was für Materialien können Epoxidharze sehr gut kleben? Wir sind mit den Epoxidharzen eigentlich extrem flexibel. Wir können nahezu die meisten verschiedene Materialien, ob es verschiedene Metallsorten ist, also quasi klassischer Baustahl, verzinkte, grumantierte Bauteile bis hin zu Kunststoffen.

Man kennt die Epoxidharze ja auch sehr gut aus dem Kunststoffbau. Man nimmt sie zum Beispiel auch gerne zum Laminieren, zum Einbetten von einem Trägermaterial wie zum Beispiel Glasfasergewebe, Kohlefasergewebe, die gerade für die Gewichtsoptimierung in Bauteilen oder in Fahrzeugen zum Beispiel eine große Rolle spielen. Dafür werden zum Beispiel klassisch auch Epoxidharze genommen. Sehr gut.

Die gibt es, ja viele kennen sie in verschiedenen Gebindearten. Einige kennen sie wahrscheinlich aus der Dose. Ich habe Dose A, ich habe Dose B. Dann haben wir ganz klassisch, so wie ich es vorhin gezeigt habe, die Doppelkammer-Kartusche.

Die gibt es in 50 ml. Wir haben jetzt heute hier die 50 ml Kartusche mitgebracht. Die gibt es aber auch in 400 ml oder größer. Dafür wird dann so eine Pistole benötigt, einfach zum Ausdrücken.

Und nicht zu vergessen, einen passenden statischen Mischer. Den zeige ich Ihnen am besten noch mal kurz in der Detailansicht. Ich glaube, da ist es auch wichtig, dass man dazu sagt, der Mischer muss immer zum entsprechenden Klebstoff passen. Ganz, ganz wichtig, weil sonst stimmt das Mischungsverhältnis nicht.

Richtig. Man erkennt jetzt hier im statischen Mischer schön auf dem Bild, hier sind wie so kleine Kammern oder Zellen drin. Das sind quasi Windungen, wo der Klebstoff durch muss, wo Komponente A und B sich einfach vermengen müssen. Wenn ich jetzt den falschen Mischer nehme, oder auch einen Mischer von einem anderen Hersteller, jeder Hersteller stellt seinen Klebstoff auf den passenden statischen Mischer ein, dann kann ich ein falsches Mischungsverhältnis haben.

Meine Komponente A und B sind nicht richtig vermengt und der Klebstoff härtet nicht richtig aus und ich habe Probleme später mit meinem Mischungsverhältnis. Festigkeiten und erreicht die einfach. Das heißt, wenn zum Beispiel ein härterer Anteil fehlt, irgendeiner Form, halbflüssig, ganzflüssig und damit würde dann die Verklebung versagen oder gar nicht erst funktionieren. Genau.

Wie man das Ganze jetzt einmal richtig anwendet, das zeigen wir Ihnen jetzt einfach mal kurz. Wir haben hier jetzt einfach die klassische Doppelkammer-Kartusche. Ich habe hier heute unseren LOCTITE EA9489 mitgebracht. Hier ist jetzt schon der statische Mischer drauf.

Das liegt daran, ich habe die Kartusche verwendet. Normalerweise sind hier so kleine weiße Käppchen drauf. Die mache ich ab und schmeiße sie einfach weg. Das ist wirklich ein Backyard-Artikel.

Wir lassen nach dem Verarbeiten die Düse immer drauf, damit sich nichts mehr verändert, weil er hier unten nicht aushärtet, aber oben. Richtig, genau. Ich lasse sie einfach drauf und jetzt, wenn ich ihn wieder nehmen will, mache ich sie einfach ab und schmeiße sie in den Müll. Jetzt habe ich die passende Pistole.

Auch da gibt es extra die passenden Kolben für die verschiedenen Mischungsverhältnisse. Die ist jetzt zum Beispiel für 1 zu 1 und 2 zu 1 geeignet. Also quasi genau das Richtige für unseren Epoxidharz, was wir heute zeigen möchten, weil das ist 1 zu 1. Spanne ich das ein, nehme meinen statischen Mischer und bevor ich den jetzt drauf mache, nehme ich einfach einmal ganz kurz einen Lappen und drücke vorne ein bisschen was raus.

Ich gehe damit mal in die Detailansicht, dann kann man das besser erkennen. Ich drücke jetzt einfach ein bisschen was raus. Warum mache ich das? Einfach damit, falls ich hier vorne Verschmutzung ansammeln kann oder doch ausgehärtete Reste dran, dass ich sie wegdrücke und dass beide Komponenten rauskommen.

Genau, dass ich sicher gehen kann, dass wirklich beide rauskommen. Nicht, dass mir vielleicht mal einer irgendwie ausgehärtet ist, weil der Klebstoff falsch gelagert wurde oder so. Dann kann ich ganz einfach den statischen Mischer, den setze ich auf und dann bin ich auch schon bereit. Dann pumpe ich einfach und jetzt kann man schön sehen, wie sich quasi Komponente A und Komponente B schon vermengen.

Man sieht hier auch einen schönen Farbunterschied und dann trage ich den Klebstoff auf, verwerfe bis zu einer statischen Mischerlänge und jetzt kann ich kleben. Jetzt könnte ich quasi ganz normal den Klebstoff auf meine Bauteile. Genau, damit stellst du einfach sicher, dass jetzt tatsächlich gemischtes Material rauskommt, was in den ersten Mischerlängen nicht immer 100% gegeben ist. Richtig, super, sehr schön.

Jetzt haben wir drei Beispiele dabei oder hast du mitgebracht? Vielleicht können wir mal, wir haben da was vorbereitet, mal diese drei Varianten dementsprechend zeigen. Ich fange einfach mal an mit dem, den wir gerade schon einmal verwendet haben. Man sieht, der hat so eine relative Grau-Färbung.

Epoxidharze gibt es in verschiedenen Farben und verschiedenen Ausführungen und aber auch in verschiedenen Festigkeitsklassen. Immer daran wählt man den nachher aus. Was brauche ich am Ende? Der Locktite EA9489 zum Beispiel, der ist sehr flexibel, der ist quasi, meisten kennen Epoxidharze als relativ spröthart, sehr sehr fest.

Der ist wirklich extrem flexibel, das heißt auch geeignet für Verklebungen, die eine Ausdehnung haben, damit die Klebestelle nicht gleich bricht. Dementsprechend also einen flexiblen Epoxidharz. Richtig, oder halt einfach, ich habe lange Bauteile, lange Träger, die verklebt sind und habe einfach durch die Bauteilgeometrie unter Umständen Verspannungen, die auftreten können, vielleicht auch später durch Luft etc. Und da ist der dann halt einfach mit seiner Flexibilität, das kann der halt einfach ausgleichen.

Währenddessen wir zum Beispiel mit dem Locktite EA9492, den ich vorhin schon mal hatte, einen extrem sprötharten Klebstoff haben. Der ist sehr sehr fest, ist eine hochfeste Verbindung. Wir haben Vorteile von dem Klebstoff, hohe Temperaturbeständigkeit bis 180 Grad, extrem gute Chemikalienbeständigkeit, aber der zum Beispiel ist spröthart. Also den kann ich nicht so bearbeiten.

Das heißt, so spröthart bleibt er, egal ob wir 0 Grad haben oder 40 Grad haben, der härtet aus und bleibt spröde. Ist aber, wie gesagt, sehr sehr gut für hochfeste Verbindungen, die sehr temperaturbeständig sind. Ich sage mal zum Beispiel E-Motorenbau. Gleiche Materialpaarungen haben, wo ich jetzt keine Wärme aus denen groß überbrücken muss, da ist der supergut für geeignet.

So dann haben wir noch einen dritten dabei, 3430 Klebstoff, also hier haben wir eine Verarbeitungszeit von knapp zehn Minuten und eine Handfestigkeit schon nach einer gut 20 Minuten, halbe Stunde und er ist hochtransparent, lässt sich besonders gut für so Glasklebungen zum Beispiel, wie jetzt in dem Falle, was wir hier haben, Glas auf Stahl, sieht man sehr schön hochtransparent, Entschuldige, wenn ich die ins Wort falle, hochtransparent auch, ja, blasenfrei aufgetragen, sehr schöner Klebstoff. Und ist nicht ganz so spröthart, wie jetzt zum Beispiel der LOCTITE ER 9492, ist auch noch ein bisschen flexibel, geht mit, viele nehmen ihn auch gerne, weil dafür ist er auch ganz gut geeignet, zum Beispiel zum Laminieren von Bauteilen, ja, dafür kann ich ihn auch sehr gut nehmen, wenn ich mein Glasfaser oder Kohlefasergewebe einbetten will, weil gerade weil er auch so transparent ist, sieht man dann später schön diese Kohlefaser. Und tatsächlich halt auch Glasklebung, ja, oder wie wir es eben gezeigt haben, haben wir ja Metall mit Glas verklebt, auch da sieht man es ja wirklich sehr, sehr schön, was da tatsächlich machbar ist. Richtig.

Also auch wieder eine Materialpaarung, die nicht alltäglich ist. Wie gesagt, man wählt dabei den Epoxidharzen unter verschiedenen Aspekten aus, was mache ich, was habe ich später für eine Belastung, aber auch von meiner Verarbeitungszeit her, wie muss ich den Epoxidharz, brauche ich eine schnelle Aushärtung, dann nehme ich vielleicht so jemanden wie den 3430, brauche ich eine lange Verarbeitungszeit, da ist zum Beispiel der LOCTITE 49089, den ich hier noch habe, sehr gut für geeignet, da habe ich eine schön lange offene Zeit, da kann ich sehr lange mit arbeiten, gerade jetzt in Bezug, weil ich ja auch große Bauteile vielleicht habe, die halt dementsprechend die Flexibilität aufreiben. Bei allen Epoxidharzen ist zu sagen, wenn Sie die zum Beispiel anmischen aus einem Dosengebinde, achten Sie darauf in den technischen Datenblättern, finden Sie immer eine Ansatzmenge oder eine Empfehlung für eine Ansatzmenge. Sehr guter Hinweis.

In der Regel, ich würde immer sagen 20 Gramm, A- und B-Komponente zusammen gemischt, da ist man auf einer sicheren Seite, dann passen auch die Angaben vom Hersteller oder die, die man meistens findet von der Verarbeitungszeit her. Hat ja was mit dem Volumengewicht zu tun, aber macht. Habe ich noch eine andere Sache, die bei den Epoxidharzen oder bei Zweikomponentenklebstoffen auftreten können, die fangen an zu reagieren und haben eine sogenannte exotherme Reaktion. Das heißt, sie werden warm.

Extreme Wärme entsteht. Genau, Wärme entsteht einfach durch die Reaktionsart. Je wärmer es wird, desto schneller wird auch mein Epoxidharz. Das heißt, wir sagen in der Regel, 20 Grad ist die optimale Temperatur zum Kleben.

Wenn wir 30 Grad haben, halbiere ich die Verarbeitungszeit, die ich habe. Wenn es 10 Minuten Verarbeitungszeit sind, habe ich nur noch 5. Wenn ich 40 Grad habe, habe ich nur noch zweieinhalb Minuten und so geht das weiter nach oben. Und je größer meine Ansatzmenge ist, desto mehr Temperatur entsteht, desto schneller wird es.

Kann sogar auch sein, man muss halt einfach darauf achten, können Gase entstehen oder es wird wirklich so heiß, dass sogar quasi eine Brandgefahr entsteht. Deshalb einfach da immer ein bisschen auf die Datenblätter achten. Wobei man sagen muss, das passiert Ihnen in der Regel mit dem starischen Mischer, wenn Sie jetzt einfach nur so Raupen legen. Also das ist eher die Gefahr, wenn Sie es im Dosengebinde anmischen.

Deshalb einfach nicht am großen Volumen. Wenn Sie zwei 500 Gramm Dosen haben, nicht bitte einfach die zusammenkippen. Das könnte in die Hose gehen. Das kann nicht gut aussehen.

Wir haben eine relativ große Auswahl, wenn wir in die Detailansicht gehen. Wir haben eine relativ große Auswahl, was die Klebstoffe im Produktkatalog betrifft. Beginnt auf Seite 58, 59 folgend. Da finden Sie die verschiedenen Produkte, wo Sie mehr Informationen zum Thema Temperaturen, Festigkeiten, Material, Fügepartner finden dementsprechend.

Da können Sie sich gerne Informationen holen. Im Internet können Sie sich die Informationen natürlich auch herunterladen. Von meiner Seite aus, Daniel, vielen Dank für die Präsentation. Alle Informationen, alle Produkte, die wir Ihnen heute vorgestellt haben, finden Sie auf cypher.shop und wir danken für Ihr Interesse.

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