Arbeitsschutz

Absturzsicherung – Grundlagen

26. März 2026Seyffer GmbHTutorial

Worum geht es?

Absturzsicherung verständlich erklärt: Grundlagen, typische Fehler und richtige Anwendung von PSA gegen Absturz. Praxisnah für Baustelle und Industrie.

Die wichtigsten Grundlagen der Absturzsicherung – klar, praxisnah und direkt aus dem Arbeitsalltag erklärt.

Absturzsicherung gehört zu den zentralen Themen im Arbeitsschutz, insbesondere bei Tätigkeiten in der Höhe oder in absturzgefährdeten Bereichen.

In diesem Video werden die grundlegenden Prinzipien der Absturzsicherung verständlich und praxisorientiert vermittelt. Dabei geht es nicht nur um Vorschriften, sondern vor allem um die richtige Anwendung im realen Arbeitsumfeld.

Behandelt werden unter anderem:

  • Wann Absturzsicherung erforderlich ist
  • Welche Gefahren häufig unterschätzt werden
  • Welche Arten von Sicherungssystemen es gibt
  • Worauf bei der Auswahl und Anwendung zu achten ist
  • Typische Fehler und wie man sie vermeidet

Das Video richtet sich an Fachkräfte, Verantwortliche im Arbeitsschutz sowie alle, die regelmäßig in gefährdeten Bereichen arbeiten.

Ziel ist es, ein klares Verständnis für Risiken zu schaffen und gleichzeitig die richtige Haltung im Umgang mit Sicherheit zu vermitteln.

Denn Absturzsicherung ist kein Produkt – sondern Verantwortung.

Das Wichtigste in Kürze

Thema

Absturzsicherung

Problem

fehlende oder falsch eingesetzte Sicherung

Risiko

Absturz bei Arbeiten in der Höhe

Lösung

PSA korrekt einsetzen und geeignete Anschlagpunkte wählen

Nutzen

Abstürze verhindern und Sicherheit erhöhen

Transkript / Inhalt des Videos

Vollständiges Transkript anzeigen

Liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer, herzlich willkommen zu einer neuen Folge auf SEYFER-TV. Mein Name ist Lukas Vetter von der SEYFER GmbH. Ich bin dort zuständig für den Bereich Arbeitsschutz. Wir haben heute bei uns eingeladen, den Herrn Heiko Daniel von der Firma 3M.

Er ist Produktspezialist für den Bereich Absturzsicherung. Und genau um dieses Thema soll es heute auch gehen. Wir sind oftmals mit den Gefahren vertraut, durch Gase, Dämpfe, auch durch Lärm. Der Bereich Absturzsicherung, der wird immer ein kleines bisschen vernachlässigt.

Obwohl Absturzsicherung ja auch zum Arbeitsschutz aus der Kategorie 3 gehört. Ja, und somit wirklich extrem wichtig im Betrieb ist. Heiko, wie stark sind denn eigentlich die Gefährdungen im Betrieb? Also gibt es da offizielle Zahlen mit Unfällen mit Todesfolge beispielsweise?

Ja, Lukas, erst mal vielen Dank für die Einladung, dass ich hier sein darf heute. Ja, eine schöne Chance, uns als Partner mal vorzustellen. Ja, PSA gegen Absturz, wie du schon erwähnt hast, ist ein wichtiges Thema. Und natürlich gibt es Unfallzahlen.

Also die deutsche gesetzliche Unfallversicherung, sprich die sogenannte Berufsgenossenschaft, erhebt dazu Statistiken und die kommen jedes Jahr neu raus. Und entsprechend gibt es auch Diagramme zu Todesfällen aus dem Bereich Absturzsicherung. Also fehlverwendete PSA gegen Absturz oder eventuell auch nicht verwendete PSA gegen Absturz. Und da liegen die Zahlen in den letzten Jahren immer so zwischen 40 und 50 Todesfällen pro Kalenderjahr.

Und das Fatale ist halt daran, was so eben schon erwähnt ist, Kategorie 3 heißt letztendlich, wenn eine PSA nicht funktioniert oder halt gar nicht erst genutzt wird, das muss man halt auch mit reinnehmen, dann wird es halt auch schnell tödlich. Das heißt, die gesamte Zahl an Absturzunfällen im Vergleich zu der Gesamtunfallzahl ist zwar gar nicht so hoch, aber dafür ist quasi der Anteil der Todesfälle umso höher. Ich glaube, das veranschaulicht das ganze Thema nochmal. Das kann ich mir gut vorstellen.

Jetzt gibt es ja Bereiche im Bereich Windkraft sicherlich oder auch bei verschiedenen Masten. Da ist das Thema Absturzsicherung immer ganz klar und wahrscheinlich auch allgegenwärtig. Aber jetzt ist es ja nicht nur dort nötig, sondern oftmals auch bei kleineren Aufgaben. Also für wen ist das Thema Absturzsicherung tatsächlich überhaupt wichtig?

Also grundsätzlich pauschal gesagt für jeden, der irgendwo in der Höhe arbeitet. Aber das muss auch nicht immer die Höhe sein. Man kann ja auch in Behälter einsteigen beispielsweise, sprich in die Tiefe runtergehen. Auch da muss man vielleicht nicht unbedingt eine Absturzsicherung tragen, aber man muss ein Rettungskonzept haben.

Und das geht natürlich auch immer wieder mit PSA gegen Absturz, schräger Rettungsequipment überein. Und du erwähntest gerade das Thema Windkraft, Freileitungsbau. Das sind natürlich Gewerke, wo die Mitarbeiter tagtäglich mit PSA gegen Absturz zu tun haben. Das ist für die quasi ein alltägliches Arbeitsmittel.

Und die gehen natürlich etwas anders damit um. Die ziehen das jeden Tag an. Das heißt, sie haben eine gewisse Routine. Das ist in den Arbeitsablauf quasi übergegangen.

Sicherheitsempfinden ist in den Branchen auch relativ hoch. Und ich sage jetzt mal, im Vergleich der kleine Handwerksbetriebe von nebenan wo dann vielleicht ein Mitarbeiter mal aufs Satteldach vom Privatmann geht, um eine Satellitenschüssel auszurichten. Das sind eigentlich so die Risikofälle. Die machen das dann nicht so oft und machen das vielleicht auch nur so ein bisschen halbherzig.

Und ganz oft, die haben vielleicht gar keine Schulung. Da kommen wir glaube ich gleich noch drauf zu sprechen. Thema Schulungen, extrem wichtig, weil ohne Schulung darf ich letztendlich gar keine PSA gegen Absturz benutzen. Dann nehmen wir uns den Praxisfall.

Der geht da hin, klettert aufs Dach hoch. Wetter wie heute, ein bisschen kalt draußen, rutschige Pfannen, glatt eventuell. Denkt sich, die zweifelnde PSA, die schenke ich mir, ich gehe da so hoch. Pfannenschieben und so weiter kennt man ja.

Und zack passiert das und der fällt runter vom Dach. Das sind eigentlich so die kritischen Fälle. Das ist nicht unbedingt der Windkraft-Monteur, weil der weiß jetzt endlich, was er macht. Jetzt hören wir ja wirklich aus der ganzen Sache raus, dass es ein bisschen eine individuelle Geschichte ist.

Und auch immer eine Beratung vor Ort wirklich nötig ist. Nichtsdestotrotz gibt es eine Sache, das nennt sich das ABC der Absturzsicherung. Das so ein kleines bisschen Leitfaden gibt, wie das ganze Thema aufgebaut ist. Und darauf wollen wir heute auch sprechen.

Wirklich im Kern des Videos darauf eingehen und werden da jetzt auch einfach mal mit einsteigen. Heiko, du hast uns ja ein paar Sachen mitgebracht. Genau, was würdest du uns denn als erstes zeigen? Also genau, ABC, um das vielleicht mal ganz kurz noch mal zu erklären, bevor wir jetzt in die einzelnen Produkte reingehen, also man versucht es quasi dem Anwender oder demjenigen, der die PSA auswählt, etwas einfacher zu machen.

ABC kann sich jeder merken und ABC kommt in dem Falle tatsächlich aus dem Englischen heraus, weil irgendwo muss es quasi zu den Produktnamen oder zu den Produktbezeichnungen passen und A ist für mich persönlich der wichtigste Punkt, das ist nämlich der sogenannte Anschlagpunkt oder die Anschlag-Einrichtung. Deswegen wegen Anchorage-Point oder Anchor-Point aus dem Englischen. Lässt sich ja noch gut ins Deutsche übertragen. Da lässt sich das ganz gut noch übertragen, gleich wird es ein bisschen schwieriger, aber da kommen wir später noch zu.

Und ja, ich habe einfach mal was Typisches mitgebracht, was man so im Bereich PSA gegen Absturz hat. Das ist eine sogenannte Trägerklemme, also ein, ja, letztendlich ein Anschlagpunkt, der entsprechend nach Norm zugelassen und geprüft ist. Das ist natürlich auch mal ganz wichtig, wenn wir über PSA gegen Absturz sprechen, dass ich also nur Teile oder Komponenten verwende, die eine Zulassung haben nach der europäischen Norm. Und diese Normen, die stehen immer auf der Kennzeichnung mit drauf.

Wenn wir jetzt von Anschlagpunkten sprechen, dann ist es die EN 795. Das ist ein temporärer Anschlagpunkt für Stahlträger, für H-Träger, I-Träger, je nachdem, wie man sie benennt. Und der kann halt relativ einfach quasi auf den Träger aufgesetzt werden und kann quasi mit diesen Rasten hier verschoben werden, entweder zusammen oder auseinander. Ich kann ihn auch quasi weit machen und einfach zusammenschieben lassen.

Das funktioniert auch. Der verfügt weiterhin über solche kleinen Gleitflächen hier, wo er auch auf einem Träger noch beweglich bleibt. Das heißt, er läuft ein Stück weit sogar mit. Ja, dann habe ich hier unten eine bewegliche Höhse dran.

Das ist quasi der eigentliche Anschlagpunkt. Und dort findet dann die Verbindung zwischen dem Anschlagpunkt und dem Auffanggurt, quasi der Anschlagpunkt am Körper des PSA-Anwenders, statt mithilfe eines Verbindungsmittels, wo wir auch später noch zu kommen. Jetzt ist es ja wirklich in dem Bereich ein wesentlicher Punkt. Wo letztendlich habe ich denn den Anschlagpunkt?

Und ich gehe jetzt mal davon aus, dass gerade für viele Zuschauerinnen und Zuschauer das letztendlich im Betrieb das Thema sein wird. Wie und wo kann ich mich denn schützen? Ja, wie ich eben schon sagte, der Anschlagpunkt, das ist wirklich der das schwierigste Teil, weil ich habe natürlich den Anschlagpunkt an sich, dieses konstruierte Bauteil. Der ist da, der ist geprüft, aber wichtig ist quasi eine geeignete Unterkonstruktion zu finden, wo ich das wiederum dran befestigen kann.

Ja, weil ein Anschlagpunkt zu entwerfen oder zu produzieren, sei es eine Ringöse, eine Bandschlinge, da gibt es ja ganz viele verschiedene Sachen. Also die sind entweder fest montiert oder sie sind temporär. Das ist auch schon mal der Unterschied und in beiden Fällen brauche ich grundsätzlich immer vom Unterbau, sprich von der Unterkonstruktion, Statik. So, und da ist es gerade oftmals bei sagen wir mal historischen Gebäuden, um es mal elegant auszudrücken, immer schwierig geeignete Anschlagpunkte zu finden.

Teilweise sind die Dachlasten, wenn ich jetzt Richtung Decke hochgehe, schon ausgereizt bis hinten. Dann kann man dort nicht zusätzlich noch was einbringen. Man muss auch davon ausgehen oder beziehungsweise die Norm sagt letztendlich auch aus, dass eine Unterkonstruktion für einen Anschlagpunkt, weil der Anschlagpunkt das selber natürlich auch kann, bis zu 1,2 Tonnen, also 1, beziehungsweise 12 Kn, an Kraft aufnehmen muss. Dynamisch, also sprich letztendlich muss dieser Punkt ja dafür da sein, dass wenn jemand reinfällt, die Kräfte auch abgebaut werden, beziehungsweise von der Unterkonstruktion aufgenommen werden können.

Das ist halt die Herausforderung. Da bin ich halt oft gerade in Gebäuden teilweise ja auf einer ziemlich komplizierten Schiene unterwegs, weil wie gesagt, entweder gibt es keine Statik oder sie muss erstellt werden. Das kostet wieder viel Geld und das ist wie gesagt immer der problematische Punkt. Das ist ja auch genauso das Thema, mit dem wir uns dann letztendlich beschäftigen, wenn von ihrer Seite da Beratungsbedarf besteht.

Wir kommen auch gerne vor Ort vorbei. Tatsächlich auch immer gerne in Verbindung mit Heiko und schauen uns die ganze Sache an und beraten sie dabei auch wirklich sehr gerne vor Ort. Eine Sache noch, die habe ich beinahe vergessen. Was auch noch wichtig ist bei dem Anschlagpunkt ist tatsächlich, wo ist der eigentlich?

Wir haben jetzt gerade so pauschal davon gesprochen, naja, der muss irgendwo oben sein unter der Decke. Das ist eigentlich schon genau die richtige Denkweise, weil nur da oder da wirkt der Anschlagpunkt natürlich am besten. Weil wenn der über mir ist, habe ich quasi den sogenannten Fallfaktor oder Sturzfaktor Null. Das heißt, ich habe ein gestrecktes Verbindungsmittel im Optimalfall zwischen dem Auffanggurt und zwischen dem Träger und dem Anschlagpunkt.

Was dazu führt, dass ich relativ geringe Auswirkungen habe bei einem Absturz. Je tiefer der Anschlagpunkt sitzt, also ich sage mal auf Brusthöhe des Anwenders oder sogar auf Fußhöhe, desto kritischer wird das. Weil ich natürlich dann bei einem Sturz erst mal am Anschlagpunkt vorbeifallen könnte und dann relativ hohe Kräfte entstehen, die abgebaut werden müssen, die zwar abgebaut werden können über den Anschlagpunkt an sich, aber ich muss immer damit rechnen, dass ich so viel Platz nach unten gar nicht habe. Wir kommen glaube ich gleich bei den Verbindungsmitteln nochmal drauf.

Was heißt das eigentlich, wie viel Platz brauchen wir, ist ein spannendes Thema. Jetzt sind wir mit dem Thema Anschlagpunkten, also mit dem A aus unserem ABC, denke ich für den ersten Teil schon mal durch. Was ist denn der nächste Punkt? B, genau, nach dem ABC zu beurteilen, wäre B natürlich der nächste Punkt.

C würde zwar jetzt besser passen, tatsächlich, aber wir machen natürlich mit B weiter, um auch hier, ja. Wir wollen ja in der Reihenfolge bleiben. Richtig, wir wollen das korrekt machen. Ja, dazu kann ich dich eigentlich nur einladen, meinen Auffanggurt anzuziehen.

Ja, selbstverständlich, gerne. Ich weiß nicht, wie weit du das schon einmal gemacht hast. Mein Vorschlag wäre, du würdest dir einfach mal den Gurt nehmen und mal das machen, was du denkst, wie man den anzieht. Natürlich.

Also wir haben das Modell XE200 aus unserem Sortiment. Ja, man sieht schon, intuitiv macht Lukas das Richtige. Genau, so, ja, und fühlt sich wohl? Sehr angenehm, tatsächlich.

Sehr angenehm, gut. Ja, das soll auch so sein, weil ein Auffanggurt, je nachdem, wie häufig und wie oft oder wie lange ich den tragen muss, unabhängig davon, der muss natürlich bequem sein, ja, weil das ist immer die größte Herausforderung, wenn ich jetzt eine PSA, also sprich ein Auffanggurt, für einen Mitarbeiter auswähle, dann muss der natürlich akzeptiert werden. Also das ist ein großes Thema heutzutage, dass die Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen sich in dem Gurt irgendwo wohlfühlen müssen, weil nur dann wird er halt auch korrekt getragen. Was wir ja speziell bei dem Modell haben, du siehst halt, der hat quasi schon namensgebend eine x-förmige Form, soll dafür gut sein letztendlich, dass man sich im Oberkörperbereich freier bewegen kann und nicht so eingeschränkt ist.

Das funktioniert ganz gut in dem Falle, ansonsten, was wichtig ist beim Gurt natürlich, ist die Einstellung. Ja, ich kann den tollsten Gurt anlegen, wichtig ist wirklich, wie stelle ich den ein. Du hast hier verschiedene Elemente, du hast letztendlich hier in dem Falle drei Verschlüsse, das ist ein reiner Absturzsicherungsgurt, es gibt noch entsprechende Gurte, die auch noch eine Haltefunktion haben, wir haben also sprich noch mal einen Gurt im Beckenbereich, den haben wir jetzt hier nicht, den haben wir später sicherlich noch mal im Bild. Du hast hier, wenn wir mal vielleicht hier anfangen, die Möglichkeit, den Oberkörpergurt über diese sogenannten Revolververschlüsse, was ein patentiertes System darstellt, zu verstellen.

Relativ einfach, ich mache das einmal vor. Wenn du den Gurt weiter haben möchtest, dann ziehst du an dem Knopf und drückst mit dem Körper dagegen. Genau, siehst du, da kann ich gar nichts mehr machen, zack, wird es weiter. Jetzt sieht man aber schon, das ist ein bisschen locker, okay, ein bisschen zu viel, also drehe ich quasi an dem Knopf, lasse ihn einrasten und dann ist der Gurt wieder enger.

Das ist ein patentiertes System, wie gesagt, hat den Vorteil, es ist schnell einstellbar und ich habe überflüssiges Gurtband quasi auf dieser kleinen Trommel aufgerollt. Die kann nicht irgendwo her flattern, kann irgendeine Maschine geraten, hat also letztendlich für den Anwender nur Vorteile, weil er einfach den Gurt auch schneller, individueller verstellen kann. Macht auch Sinn, beispielsweise wenn ich jetzt einen Gurt habe, der von verschiedenen Personen verwendet wird. Nein, das kommt auch schon mal vor, das macht man auch so.

Gründen, beziehungsweise wenn man sagt, ich habe Personen, die brauchen alle paar Wochen einmal den Gurt, die kriegen ja nicht unbedingt einen eigenen, muss auch nicht und die würden sich quasi aus einem Pool bedienen und da ist es halt gut, wenn man den Gurt halt relativ schnell verstellen kann, weil ja jeder ist anders gebaut, bei uns beiden ja auch, ich bin groß, du bist klein, wollte ich nicht sagen, aber wir sind einfach unterschiedlich. Genau. Merkt man ja auch sofort im Vergleich, wenn man jetzt mal ein günstigeres Modell betrachtet, ja, man hat es nicht so schnell an, wie jetzt, absolut, weil du bist jetzt nicht der geübte PSA-Träger, behaupte ich jetzt einfach mal, du hast ihn relativ schnell an, er lässt sich anziehen wie eine Weste und genau so soll es sein. Ja, gehen wir vielleicht noch mal weiter auf die Bestandteile des Gurtes ein, wir haben diese sogenannten Schnellverschlüsse, das sind ja schnell oder Klickverschlüsse, das geht super schnell und die lassen sich auch sehr schnell wieder öffnen.

Genau, auch die sind jetzt in dem Fall bei dem Modell speziell, weil die sich quasi in der Stellung, wenn sie so flach anliegen, nicht mehr verstellen lassen und sich nicht mehr verstellen durch eine Bewegung. Das ist ein wichtiges Thema, weil da kommen wir nämlich direkt zum nächsten Punkt, wenn du jetzt mal deine Hände nimmst, ja, und du versuchst mal vier Finger der flachen Hand zwischen Gurtband und Oberschenkel zu schieben, ja, das ist okay und wenn du jetzt eine Faust machst, darfst du die Faust nicht mehr rausziehen. Ja, eventuell könnte man es noch ein bisschen nachstellen, aber das ist total wichtig, weil circa 80 Prozent der Kräfte beim Absturz wird hier unten im Unterkörper quasi im Beckenbereich aufgefangen, deswegen ist es extrem wichtig, dass die gut angelegt sind, gut eingestellt sind und du könntest jetzt hier diese Schlaufen, diesen Schieber noch weiter nach unten machen, dann stehen die auch nicht mehr so ab. Ja, das ist dann auch nochmal so ein zusätzlicher Punkt.

Sieht dann auch ein bisschen besser aus noch. So, dann werden sich die Zuschauer vielleicht fragen, was ist das hier an der Seite? Irgendwelche Rationspäckchen für den kleinen Hunger zwischendurch? Nein, das sind sogenannte Entlastungsschlaufen, ja, das heißt für den Fall eines Absturzes, ich kann dir mal eine auspacken, ja, du kannst auch die andere Seite auch noch aufmachen, für den Fall eines Absturzes habe ich halt die Möglichkeit unter der Voraussetzung, ich bin bei Bewusstsein entsprechend meiner Beinlänge, diese beiden Gurtbänder zusammenzuführen.

Ich habe also einmal einen Haken und einmal so einen Gurtband mit kleinen abgenähten Schlaufen und dann kann ich mich dort drin entlasten. Ich mache es jetzt mal vor. Mit einem Fuß falle ich um und mit beiden Füßen natürlich auch, das können wir jetzt schlecht darstellen, ja, soll halt dafür sorgen, dass man quasi dem sogenannten Hängetrauma oder orthostatischen Schock, so ist der medizinische Begriff, entgegenwirken kann. Durch Bewegung, durch Blutzirkulation, also die sogenannte Muskelpumpe, dass quasi die Blutzirkulation weitergeht und entsprechend kein Blutvolumenmangel entstehen kann.

Funktioniert, wie gesagt, natürlich nur, wenn ich bei Bewusstsein bin. Wenn ich nicht bei Bewusstsein bin, dann ist natürlich eine schnelle Rettung umso wichtiger. Gut, das dazu, also die sind immer schon fest bei diesen Modellen mit eingebaut, ich kann sie auch nicht vergessen, denke mal, ist auch ein guter Faktor, den ich bei dem Gurt habe. Ja, wenn du dich vielleicht einmal so seitlich drehst, dann sehen wir hier entsprechend die Kennzeichnung und bei der Kennzeichnung haben wir immer so kleine Fähnchen eingearbeitet, die letztendlich die Größe darstellen vom Gurt.

Bei diesem Modell gibt es drei Größen, eins, zwei und drei, also auch ganz einfach dargestellt und über eine entsprechende Größentabelle kann man also relativ einfach seine Größe finden, die ich benötige bei dem Gurt. So ähnlich, wenn ich jetzt mir quasi Kleidung aussuche, macht es aber auch immer trotzdem Sinn, den Gurt vorher, bevor ich ihn wirklich kaufe, anzuprobieren. Auch da können wir natürlich mit Mustern unterstützen. Weiteres Detail, wenn wir jetzt, wenn du dich noch mal ein kleines Stückchen weiter drehst, haben wir hier hinten bei dem hinteren Anschlagpunkt, das ist letztendlich die Auffangöse, die meistens verwendet wird, kommt aber immer ein bisschen auf die Anwendung drauf an, die ist selbstaufrichtend, das heißt, da kommst du selber mit der Hand dran, versuchst mal, du drankommst, ohne Probleme, das heißt, du könntest genauso gut dort jetzt dein Verbindungsmittel aufhängen oder einhängen.

Des Weiteren sieht man hier noch diese kleine Vernähung, das sogenannter Sturzindikator, der letztendlich mir als Anwender, als auch dem Sachkundigen anzeigt, hat der Gurt bereits eine Belastung erfahren. Wenn du jetzt einmal so stehen bleibst, könnten wir nämlich tatsächlich direkt was weiteres hier anbauen. Und zwar gibt es noch ein interessantes Detail an dem Gurt. Die Öse hier, sagte ich eben, die ist dafür da, um sich dort einzuhängen.

Jetzt kann man aber auch sagen, naja gut, aber die Öse, die möchte ich vielleicht auch für eine Rettung frei haben. Und wenn ich jetzt hier, ich stelle es jetzt einmal da, mit einem Verbindungsmittel, dann springst du ja jetzt schon in das dritte Thema. Richtig, Lukas, das ist halt, du siehst, das ist unwiederbringlich miteinander verknüpft. Das müssen wir jetzt so machen.

Ja, ich packe hier so ein Verbindungsmittel rein, dann sieht man, die Öse geht nach unten. Eventuell noch mehr. Hier bleibt sie stehen, okay. Und da könnte es so sein, dass wenn ich jetzt, dass ich mit dieser Abschlusssicherung abstürzen sollte, dass ich gegebenenfalls Schwierigkeiten habe, mit meinem Rettungsgerät diese Öse hinterher noch zu erreichen.

Ja, muss nicht sein, könnte aber sein. Und so habe ich auf jeden Fall einen besseren Zugriff. Und was ich noch habe, ich kann beispielsweise Höhensicherungsgeräte, diese kleinen persönlichen Höhensicherungsgeräte, die ich am Gurt trage, tatsächlich hier direkt einbauen. Ja, ich habe hier so einen Adapter, hat einen Stift, den kann ich quasi in den sogenannten Tunnel unterhalb der unteren Auffangöse oder hinteren Auffangöse einbauen.

Und dann habe ich die Wahlmöglichkeit, ob ich ein Gerät einbaue, das würde ich dann entsprechend mittig hier einhängen, oder sogar ein Twin-Gerät, also sprich links und rechts, ein kleines Höhensicherungsgerät. Weil das ist auch noch ein Punkt bei Verbindungsmitteln, dass ich dort natürlich immer die Wahl habe zwischen einer Arbeit, einer Position, wo ich dann mit einem einstrengenden Verbindungsmittel hinkomme, oder ob ich mich durch eine Struktur durchbewegen muss, wo ich dann entsprechend zwei strengere Verbindungsmittel benötige, oder Twin-Geräte benötige. Du kannst dich noch einmal wieder umdrehen. Gerne.

Vielleicht die eine Frage noch zu klären, warum B? B kommt aus dem Englischen. Das haben wir natürlich übersprungen. Body Support, und der Body Support ist quasi der Auffangrohr, frei übersetzt.

Eigentlich heißt es Harnes im Englischen, aber wie gesagt, es muss ins ABC passen. Ja, wunderbar. Dann würde ich sagen, schwenken wir in die andere Ansicht. Genau.

Und schauen uns das Ganze nochmal im Detail an. Dann bauen wir mal ein Höhensicherungsgerät ein. Nächstes Thema, Verbindungsmittel. Den Unterschied zwischen den einzelnen Verbindungsmittelarten, den erklären wir gleich.

Ich würde einmal hier den Aufbau erklären. Ich kann jetzt entsprechend hier den Adapter nutzen, kann ihn öffnen und kann mein Höhensicherungsgerät entsprechend hier einbauen. Das muss einrasten, das mache ich natürlich vorher. Du merkst einen leichten Zug nach unten natürlich.

Das bleibt nicht aus und du kannst jetzt quasi losgehen und arbeiten. Die Sache ist halt, wenn das hier weiter unten hängt, ist der Schwerpunkt ein anderer. Hat aber auch den Vorteil, wenn du jetzt zum Beispiel in die Hocke gehen würdest, dann trifft dich der Korpus von dem Gerät nicht am Kopf. Wenn ich jetzt beispielsweise das Gerät hier oben einhängen würde, was ich natürlich mit einem Karabiner auch machen darf, das ist überhaupt kein Problem, dann hängt das Gerät höher und kann dich quasi mit dem Korpus bei Tätigkeiten, vorüber nach vorne gebeugt, hier hinten immer am Kopf treffen oder am Helm herumschrauben.

Das kann mit der Zeit ein bisschen nervig sein. Das wäre vielleicht auch ein Vorteil, den wir hier nennen können. Und was wir noch zeigen können, ist wenn ich zum Beispiel ein Verbindungsmittel nicht benötige, dann kannst du dich einmal umdrehen. Dann kann ich auch hergehen und kann es quasi hier in einen Verbindungsmittelhalter parken.

Das sind quasi Parkpositionen für die Verbindungsmittel, für die Karabiner. Wenn ich dort jetzt hängen bleiben sollte, passiert eigentlich gar nichts, sondern es zieht sich einfach hier raus. Das ist gerade bei zweisträngiger Anwendung vom Verbindungsmittel immer ganz praktisch. Das heißt, ich muss sie nicht irgendwie an der Seite einhängen, weil das kann immer die Gefährdung sein, dass ich hängen bleibe und dann geht der Korpus natürlich nicht nach.

Ich kann mir entsprechende Verletzungen zuziehen. Wenn ich das Verbindungsmittel bei Nichtnutzung hier oben einhänge, dann sieht man durch diese geschlitzte Vorderseite hier, kann jetzt endlich einfach der Karabiner rausflutschen. Es geht nichts kaputt. Ich könnte die im Ernstfall aber auch austauschen.

kaputt gehen sollten und es ist eine gute Möglichkeit, das Verbindungsmittel zu bauen. Man kommt ja auch selbst da dran, das muss man auch mal erwähnen, das ist auch einer von den Vorteilen. Ja, okay, gut, wenn du möchtest, darfst du den Gurt wieder ausziehen. Gerne.

Dann machen wir mit unseren Verbindungsmitteln weiter. So Heiko, jetzt in der ersten Ansicht haben wir zwei Produkte aus dem, ich nenne es jetzt mal C-Bereich, um auf das Thema wieder einzukommen. C steht für Connecting Devices, das weiß ich soweit. Genau, sehr gut.

Übersetzt grob oder frei, Verbindungsmittel. Jetzt gibt es da ja alle möglichen Formen und Farben und verschiedene Arten. Wir haben jetzt zwei verschiedene Modelle, sie heißen beide Nano-Lock. Der Unterschied ist letztendlich in der Bauform gegeben, als auch in der Anwendungsmöglichkeit.

Bei dem Orangengerät handelt es sich um ein kampengeprüftes Gerät, das heißt hier ist beispielsweise bei der Befährungsbeurteilung auch darauf zu achten, habe ich im Bereich meiner Arbeit Kanten oder gegebenenfalls sogar scharfe Kanten, wo ich drüberfallen könnte. Wenn das der Fall ist, muss ich entsprechend kampengeprüfte Verbindungsmittel nutzen, damit die halt beim Absturz auch nicht abscheren. Das ist natürlich wichtig und denke ich mal auch nachvollziehbar. Hier haben wir dann in dem Fall, ist es so, dass quasi hier in dem Bereich der Falldämpfer untergebracht ist.

Die Verbindung zum Auffanggurt findet also auch letztendlich über diesen Adapter hier statt. Ja, das ist das gleiche, was wir haben. Sieht ein bisschen anders aus. Hier ist es halt fest angebaut.

Es ist quasi ein Gerät, aber von der Funktion her ähnlich. Die beiden Knopfe drücken und dann kann ich den Bolzen letztendlich auffahren und dann in den Tunnel vom Auffanggurt einbauen. Genau. Das haben wir eben schon gesehen.

Ein Standard-Höhensicherungsgerät. Das sind die sogenannten kleineren Höhensicherungsgeräte, die am Körper getragen werden. Da gibt es verschiedene Begrifflichkeiten für, ich nenne es immer ganz gerne persönliches HSG. Das ist halt vom Gewicht her so konzipiert, dass man es auch mittragen kann.

Dann gibt es natürlich noch größere Höhensicherungsgeräte, die entsprechend natürlich auch mehr Seil oder mehr Gurtband auf ihrer Trommel haben. Die haben dann schon Längen von 10, 20, 30 oder 40 Meter oder sogar noch mehr. Die werden am Anschlagpunkt aufgehangen und das Verbindungsmittel quasi rausgezogen und im Gurt befestigt. Darüber hinaus, neben den Höhensicherungsgeräten, haben wir sogenannte Standard-Verbindungsmittel.

Auch hier gibt es natürlich verschiedene Varianten. Wir sprechen bei Verbindungsmitteln im Standardfall immer von ein- oder zweistrengigen Verbindungsmitteln. Unterschiede hatte ich eben schon mal erklärt, je nachdem, wie ich mich fortbewegen möchte. Das sind von den Materialien, in der Regel sind das Kernmantelseile.

Es können aber auch solche Gurtbänder hier sein, die genutzt werden. Das sind so Stretchbänder, die sich im ungenutzten Zustand immer so zusammenziehen, die Stoppergefahr auch minimieren. Es gibt auch normale Gurtbänder noch. Es gibt verschiedene Varianten.

Die Karabiner-Kombinationen sind natürlich auch immer auf die Anwendung abgestimmt. Ich habe hier zum Beispiel den sogenannten Gerüsthaken. Die haben eine Öffnungsweite, die wird hier gemessen von 60 oder 50 bis 60 Millimeter. Deswegen Gerüsthaken, weil sie quasi im Gerüstbau, also um die Gerüststange herum passen.

Thema Karabiner ist nochmal ein eigenes Video wert. Wenn wir jetzt aber bei den Verbindungsstücken gerade sind, auch ein interessantes Thema mit Sicherheit. Was ist denn dieser gelbe Anhänger, den wir die ganze Zeit im Prinzip fast an jedem Gerät sehen, aber darauf eingegangen sind wir noch nicht wirklich. Genau, das ist eine gute Frage.

Und zwar, man sieht hier so einen gelben Chip. Das ist ein Hochfrequenz-Chip, also ein RFID letztendlich, der nur dazu da ist, eigentlich eine Nummer zu speichern. Diese Nummer ist auch nochmal zusätzlich drauf gelasert. Mit einem MFC-fähigen Gerät kann ich diesen Chip auslesen.

Also ich kann letztendlich nur diese Nummer auslesen. Es ist jetzt keine höherwertigen Daten drauf gespeichert, kann aber dann durch eine Tabelle oder durch eine Datenbank im Hintergrund, die ich mir erstellen kann, die ich auch eventuell schon fertig als Software kaufen kann, quasi einpflegen, eine Verknüpfung darstellen, somit kann ich quasi meine wiederkehrende Prüfung der PSA, die alle zwölf Monate stattfinden muss, verwalten. Ich kann eventuell auch den Nutzer, macht also die Verwaltung um einiges einfacher und macht natürlich für die Betriebe Sinn, die eine Vielzahl an PSA gegen Abschutz, aber natürlich auch andere Arbeitsmittel im Einsatz hat. Also das würde das Ganze noch mal ergänzen.

Ja, jetzt siehst du ja schon hier diesen gelben Chip, aber ich glaube ein wichtiges Thema ist auch noch diese